
Bundestagswahlen 2005original Thema anzeigen
27.08.05, 21:26:43
Hi Leute...BarkeeperWollte mal eure Meinung zu den Neuwahlen hören. Jeder der möchte, der kann hier mal seine Meinung zu den Parteien kund geben und sagen wen er wählen würde. Desweiteren könnt ihr hier mal den Wahl-O-Mat befragen, lohnt sich auf jeden Fall! Bei mir kam beim Wahl-O-Maten "Linke.PDS" raus...
27.08.05, 21:48:22
TanneÜbrigens halte ich nicht viel davon, dieses Forum zu politisieren. :sleep: Tanne
28.08.05, 00:12:08
mdg-webmaster
28.08.05, 12:28:46
Xsnoopychristoph
28.08.05, 12:58:01
the-testerEs began, als Adenauer die Renternreform durchgeprügelt hat. Das war der Beginn der Unsitte, vor Wahlen de Bürgern etwas zu "schenken", um Stimmen zu gewinnen. Damals wurde Adenauer gesagt, dass dieses Rentensystem höchstens 40 Jahre durchhalten würde. Adenauer stempelte die Kritiker weg mit: "Was interessiert mich, was in 40 Jahren ist!" Da ist es ja ein Wunder, dass es nicht bereits (wie damals angekündigt) 1998 zusammen brach. Als es dann mit der Globalisierung los ging (Anfang 70er), haben die Deutschen diese Entwicklung völlig verschlafen. Und anstatt dem Gegenzurudern, forderten damals die Gewerkschaften in ihrem Wahn, dass alles super sei, 15% (!) mehr Lohn. Ebensolches Problem ergab sich auch während der Ölkrise. Anstatt beizusteuern forderten die Gewerkschaften erneut 14% mehr Lohn! Auch der damalige Bundeskanzler Brandt (SPD!) konnte nichts ändern. Im Gegenteil. Als er die Gewerkschaften zu eine Konsolidierung bei 12% bewegt hatte, fiel ihm seine eigene Partei (also die SPD) in den Rücken und boxte 14% Lohnerhöhung im öffentlichen Dienst durch (danke, ÖPV). Um diesen Riesenbrocken finanzieren zu können, machte Brandt etwas, was vorher noch nie ein deutscher Bundestag machen musste: Er nahm Schulden auf! Das ganze Schuldenfiasko ist also auf die SPD zurück zu führen... Ein paar Jahre in die jüngere Vergangenheit springend, sei zu bemerken, dass die Regierung Kohl die Fehler im System zwar kannte, aber ignoranter Weise nicht dagegen unternahm. Erst viel zu spät wurden nowendige Reformen angegangen. Diese konnten sich die Politiker aber nicht im notwendigen Umfang leisten, da die Bürger sie sonst natürlich nicht mehr gewählt hätte (wer wählt denn jemanden, der ihm Sachen wegnehmen will). Als großes Dilemma kam dann noch die Wende. Politiker wie Oskar Lafonaine erkannten, dass die Wende enorme Kosten mit sich bringen würde. Aber sie wurden als Ost-Hasser oder Wenden-Gegner weggestempelt. Alle dachte, dass Theo Waigel die Wende aus der Portokasse zahlen könnte. Eben dieses "Zahl mal eben" mit den ohne hin hohen Schulden hat es nur verschlimmert. So wurde dann ja auch der Soli eingeführt... Die Einigung der deutschen Banken, die Ost- und die West-Mark 1:1 zu tauschen wollen wir jetzt mal nicht auseinander nehmen, es sei nur gesagt, dass das von der SPD gewollt war (die anderen präferierten eigentlich einen Kurs 2:1, die Banken gar 4:1). Da gab der Ost-Wirtschaft (die eh kaputt war) den Todesstoß. Als die Regierung Kohl dann endlich die (notwendigen) Reformen anging, wurde sie durch die Regierung Schröder abgesetzt. Und was tat die? Genau, sie löste Wahlversprechen ein und machte die Reformen rückgängig! Ein fataler Fehler!!!! Und was ist jetzt, kanpp 7 Jahre später? Genau, die Regierung Schröder führt - nur unter anderem Namen - die gleichen Reformen, die die Regierung Kohl bereits gemacht hat, wieder ein. (aus Späth wurde da nur Hartz) Also wenn man sich das alles betrachtet, darf man eigentlich niemanden wählen... :(
28.08.05, 18:51:03
mdg-webmasteraus dem Kommentar zu dieser Reportage lese ich ein eindeutiges "Pro-CDU" heraus. Man sollte sich nicht durch den Text beeinflussen lassen, dahinter steht nie und nimmer eine neutrale Haltung! Fakt ist, wir leben im Hier und Jetzt! Man sollte nicht allzu weit zurückschauen sondern mehr die Zukunft betrachten. Jede Partei hat Fehler gemacht, die durch die jeweilige Opposition immer und immer wieder scharf verurteilt werden. mdg-webmaster
29.08.05, 14:56:33
KevinPS bei dem Wahlautomat kahm bei mir SPD raus :upset: Warum auch immer :kaffe: naja wie gesagt ich bin unentschlossen muss aber auch nichts entscheiden. Kevin
29.08.05, 16:01:44
the-tester
29.08.05, 16:57:50
mdg-webmaster
29.08.05, 17:03:38
BarkeeperUnd dass bei einem potenziellen CDU.CSU-Wähler als Ergebnis Linke.PDS rauskommt, halte ich für unwahrscheinlich. Also die Richtung ist, denke ich, erkennbar...
29.08.05, 17:31:22
mdg-webmasterHartz 4 abschaffen :D Da wäre ich auch dafür, denn dieses System hat schon in dem knapp über ein halben Jahr Mehr Geld verschluckt wie 2 Jahre das Alte Sozialhilfe System. Ich finde es schlicht weg den größen Mist, der jemal in DE gemacht wurde. Mann kann nicht alle Leute in einen Topf schmeißen, dass geht nicht.
29.08.05, 17:34:31
Barkeeper
29.08.05, 19:26:15
the-testerLeider hat Peter Frey versäumt, Schröder dort festzunageln, sondern hat dann irgendwann locker gelassen, als Schröder ständig auswich und sich gewunden hat... Und zwar gab es eine einfache Frage, die der Kanzler anscheinend nicht beantworten wollte: "Wieso hat Hartz IV bereits im Zeitraum Januar-Juni das gesamte Geld verschlungen, das eigentlich für das ganze Jahr angesetzt war?" Schröder plapperte dann irgendwas von Schätzungen zwischen Bund und Komunen und dann das hier: "Die Komunen haben einfach Sozialhilfeempfänger für arbeitsfähig erklärt und somit dem Bund übergeben." Dass das absoluter Müll ist, und die Frage nicht beantwortet sieht man leicht: 1) Hartz IV ist eine Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosengeld 2) Ob das Geld nun vom Bund an die Kumunen und dann zu den Bedürftigen geht, oder ob es vom Bund direkt zum Bedürftigen geht macht nicht den Effekt obiger Frage aus. Im Gegenteil. Würden die Arbeitlosen als Soziahilfeempfänger bei den Komunen sitzen, würde das sogar noch mehr Geld kosten (Wenn Geld vom Bund an Komunen geht, dürften etwa 20% Schwund in der Verwaltung anfallen).
29.08.05, 19:48:27
Barkeeper
29.08.05, 22:10:08
av3ngerZitat von mdg-webmaster:
Naja, ich habe mich eigentlich auch mehr nach dem Wahl-o-Mat gerichtet, weil ich nicht einfach nach Beliebtheit wählen wollte, sondern schon meine eigenen Interessen berücksichtigen wollte. An erster Stelle stand die Linkspartei und an zweiter Stelle die SPD - deshalb hab ich mich für die SPD entschieden, für welche ich eigentlich schon auch vorher gewesen wäre.
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